CCNAX #2: Schleifenfreier und gebündelter Tag

Anstatt um 10 Uhr starten alle nachfolgenden Tage bereits um 9 Uhr. Los ging es dann mit dem nächsten Kapitel „Implementing Scalable Medium-Sized Networks“ in dem es anfangs erstmals ausschließlich nur um die Implementierung und Administration von VLAN’s auf Layer2 Ebene. Die VLAN’s sollen erstellt, gekennzeichnet durch einen Namen und den Switchports zugewiesen werden. Außerdem wurde auf dem Switch für den Uplink ein Trunk definiert und dies auch auf der Gegenseite am Router. Es wurde nochmals kurz auf die verschiedenen Tagging-Protokolle eingegangen, weil bei älteren Switches/Routern die Angabe des richtigen Tagging-Protokolls für die Konfiguration eines Trunk notwendig war. Heute ist dies allerdings nicht mehr von nöten, da Cisco standardmäßig nur noch auf 802.1q, auch dot1q genannt, zurückgreift.

Danach kam eines der wichtigsten Themen und Techniken auf L2 Ebene eines Netzwerkes: Spanning Tree Protocol (STP).
Ohne STP hätten die meisten Netzwerke ein richtiges Problem bezüglich schleifenfreier Kommunikation zwischen Netzwerk- und den Endgeräten. Die Rede ist hier nicht einmal unbedingt von Schleifenbildung anhand einer physischen Verbindung beispielsweise eine Schleife bilden durch verbinden zweier Switchports untereinander. Sondern durch den Einsatz von mehreren Switches mit mehr als einer Verbindung zu einem anderen Switch. Dadurch kann es passieren, dass die MAC-Adresse eines Endgerätes mehrmals auftaucht und auf verschiedenen Switches einen Eintrag in der Adressentabelle aufweist. Da die Frames keinen Timeout in Form eines TTL’s haben, würden dieser Frame dauerhaft zwischen den Switches hin und her geschickt werden bis das Konstrukt unter der Last einbricht.

Nachdem STP in seinen verschiedenen Formen genauestens besprochen und praktisch im Lab durchgeführt wurde, kamen wir zur Konfiguration von Etherchannels um beispielsweise eine höhere Bandbreite zu erhalten oder eine Backup-Verbindung einzurichten. Daraufhin kamen wir zum Routing von VLAN’s untereinander und dem Einsatz von DHCP-Server in den verschiedenen Subnetzen.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die L3 Redundanz zwischen Routern. Dafür greift man auf FHRP zurück und spezielle für Cisco auch HSRP. Quasi ein Default Gateway Failover anhand eines virtuellen Routers, der dann den Active und den Standby Router steuert und gegebenenfalls bei einem Ausfall die Positionen der Router tauscht. Danach kam RIPv2 dran, meine Reaktion war erstmals folgende: „Wer arbeitet denn bitte noch mit RIP/RIPv2!?“ Tatsächlich nimmt Cisco diese Technik als Einstieg für das dynamische Routing, um ein Grundverständnis zu dem Thema zu erhalten. Naja… wie auch immer man das sehen mag, ich finde dies etwas an den Haaren herbeigeführt aber egal…

Das letzte Thema an dem Tag war dann IPv6 und dessen Aufbau als auch Verwendung. Zuerst wurde erstmal der vordefinierte Aufbau von Unicast und Multicast Adressen besprochen. Dann das „Subnetting“ von den Subnetzen und die Parallelen zu IPv4 erläutert. Dank Stateless Address Autoconfiguration ist die Adressierung von IPv6 wesentlich vereinfacht worden und kann automatisch vom Router aus generiert werden. Zum Schluss wurde nochmal kurz über die Konfiguration und Design von statischem IPv6 Routing gesprochen.

Somit endete auch Tag #2.

 

over & out,

jonsch

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