CCNAX #4: Viele Routen und Tunnel führen nach Rom

Der vierte Tag bricht an. Der Kopf ist schon langsam schwer von der ganzen Theorie. Heute geht es weiter mit dem dynamischen Routing. Nachdem EIGRP abgeschlossen wurde und es langsam zu sinnvolleren Routing Protokollen übergeht, wird es auch für mich spannend. OSPF ist nun an der Reihe.

OSPF steht für Open Shortest Path First und eines der Hauptmerkmale von diesem Routing Protokoll ist die Bildung von so genannten Area’s. Dank dieser Area’s lässt sich ein Netzwerk komplett neu gestalten, beispielsweise kann man die unterschiedlichen Services oder Routerbereiche von einander gezielt trennen. Auch hier bauen die Router untereinander Nachbarschaften auf. Als erstes folgt ein Hallo anhand von ICMP bis hin zum Austausch der Link State Databases (LSDB). Danach wurde auf die Multiarea OSPF Design eingegangen und wie sich diese umsetzen lässt. Zum Schluss natürlich nochmal das ganze in IPv6. Abgeschlossen wurde OSPF dann erneut mit einer Discovery und einem Lab.

Da es viele Fragen oder Anregungen zu den Lab’s gab, haben wir nur noch die Hälfte des nächsten Themas besprochen. Man muss auch sagen, dass wir mehr Zeiten an dem Tag hatten um die Aufgaben zu bearbeiten und auch noch Unklarheiten der Vortage zu klären.

Einer der letzten großen Themen war daher das „Implementing Wide-Area Networks“. Hauptsächlich ging es um die Dimensionen und Aufbau von verschiedenen WAN Topologien. Auch die Vernetzung des Firmennetzwerkes untereinander oder mit einem Provider durch verschiedene LAN’s oder mehreren Standorten wurden besprochen. Zu den Anbindungen zählten auch veraltete Techniken wie beispielsweise Coax oder ISDN, auch wenn diese bis heute noch in vielen Firmen zum Einsatz kommen, sind es keine „Best Practice“. Das Anmieten von Glasfaserstrecken oder anderen T3 Strecken ist heutzutage schon relativ lukrativ geworden und werden auch auf dem Land schon vermehrt angeboten. Dennoch würde mich mal interessieren, welche Firmen tatsächlich über Satellit am Netz hängen.

Danach wurde genauer auf VPN-Netzwerke eingegangen und zwischen Provider-Managed und Enterprise-Managed VPN’s unterschieden. Lustigerweise wird hier in einer Folie mal ganz vorsichtig MPLS angesprochen und erklärt. Das war es aber dann auch schon. Die offizielle Dokumentation von MPLS für die Trainings seitens Cisco beträgt mehr als tausend Seiten, laut unserem Introducer. Dann ist es natürlich naheliegend dies mal kurz auf eine Folie zu beschränken…

Interessant wurde es nochmal mit GRE Tunneling. Das Protokoll ermöglicht zwischen zwei Routern einen Tunnel aufzubauen, um Traffic geschützt durch das öffentliche Netz zu übertragen. Verwendet wird dies meistens mit IPsec. GRE Tunneling unterstützt verschiedene Layer 3 Protokolle wie beispielsweise IP, IPX und AppleTalk. Gefolgt von einer Discovery und Lab, war das Thema auch innerhalb drei Folien geklärt und abgehakt.

Am Ende des Donnerstags wurde auf BGP eingegangen. Eines der wichtigsten Routing Protokolle im Internet für die Kommunikation zwischen autonomen Systemen. Die autonomen Systeme verbinden die einzelnen Teile des Internets miteinander und bilden dann das „große Ganze“. Da es für diese Art der Kommunikation nur ein einziges Protokoll gibt, welches sich durchgesetzt hat, wird dies auch intensiv von Cisco besprochen. Nicht. Erneut ganze drei Folien mit Erklärung, Discovery und Lab. Auch hier wieder die Bemerkung von unserem Introducer, auf mehr als tausend Seiten offizieller Doku nur für das Routing Protokoll BGP.

Man bekommt das Gefühl, es wird nun in den letzten Schritten des Kurses nochmal alles an Themen reingequetscht was noch keinen Platz bisher gefunden hat. Dann stellt sich allerdings auch die Frage, wie intensiv muss ich mich mit den einzelnen Themen für die Prüfung auseinandersetzen?

Auch Tag #4 ist damit beendet.

 

over & out,

jonsch

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