CCNAX #5: Hast ne Lizenz für die Quality of Prüfung?

Freitag. Der letzte Tag. Die letzten neun Stunden.

Mittlerweile befinden wir uns bei Folie 428 von 494. Daher wird der Tag etwas entspannter und nicht so hektisch wie die letzten Tage zuvor. Heute haben wir die Möglichkeit nach der Besprechung der restlichen Folien, noch an den Labs zu arbeiten und gegebenenfalls letzte Fragen und Unklarheiten zu klären. Zugriff auf die Unterlagen als auch auf die Labs bleibt uns erhalten, allerdings gibt es ein Bearbeitungslimit von knapp 7000 Stunden für die Labs, danach sind diese nicht mehr zugänglich.

Das allerletzte Thema startet nun: „Network Device Management“. Es geht los mit Syslog Speicherung, Analyse und richtiger Einstellung dieser. Für die Cisco Syslog gibt es verschiedene Zustände welche sich von 1-7 durchnummerieren lassen. Priorität 1 „Emergency“ ist somit das schwerwiegendste Ereignis und beschreibt das System als nicht mehr nutzbar. Bis hin zu Priorität 7 „Debugging“ ist somit nur eine Information und es muss nicht unbedingt gehandelt werden. Beispielsweise bekommt die Meldung über ein angeschlossenes PoE Gerät, welches Strom zieht, die Priorität 7. Danach wurde noch erklärt, wie man ein Netzwerkgerät konfiguriert um die Syslogs und SNMP auf einem Server zu speichern.

Wenn ein Switch am Standort nicht ausreicht, kann man Gebrauch von Switch Stacking machen. Hier wird erklärt, wie man Switches richtig stackt und wie sich diese im Bunde verhalten. Eine interessante Erfahrung habe ich mit gestackten Switchen auch schon gemacht (weiterlesen). Danach ging es noch weiter mit API, SDN, Cloud Computing und den dazugehörigen Produkten von Cisco, auf die ich jetzt nicht weiter eingehen werde.

Interessanter wird es dann wieder bei Quality of Service, abgekürzt auch QoS. Bei großen Netzwerken mit viel Traffic, kann es zu Überlastung der Bandbreite kommen. Da schafft QoS Abhilfe, in dem es den Traffic anhand der Services priorisiert und Bandbreite zuschreibt. Die Priorisierung findet auf Layer2 in einer Tabelle namens Class of Service (CoS) statt. Es gibt natürlich auch noch andere Arten wie Terms of Services (ToS) welches auf Layer3 agiert. Priorisiert werden kann beispielsweise zwischen VoIP, Printern, Switches oder Routern.

Weiter geht es mit „Managing Cisco Devices“, in den nächsten Folien geht es Rund um die Architektur der Hardware und deren Konfiguration. Von den internen Komponenten bis hin zu dem Konfigurationsfile, wird erstmal Querbeet alles aufgezählt. Kurz zusammengefasst wird der ROM erklärt, das Configuration Register, die IOS Image Files bis hin zu einer Anleitung für ein Password Recovery.

So und nun kommen wir mit einem unfassbar schrecklichen Thema zum finalen Abschluss des Kurses. Das Lizenzmanagement von Cisco. Jeder der bereits mit Lizenzen bei Cisco Devices zu tun hatte und sich das Elend nicht geben möchte, der kann nun getrost ab hier einen Cut machen und den Beitrag schließen. Ich möchte gar nicht so unglaublich viele Worte darüber verlieren, da es auch nicht immer nachvollziehbar ist, wie man ein System so abartig kompliziert und umständlich gestalten kann. In den Folien wird das sehr schön und einfach präsentiert, in der Realität kann es aber schnell anders aussehen. Je nachdem wie viele Endgeräte man lizenzieren will und worüber man die Lizenzen sich holt, kann es sehr nerven aufwendig werden. Welch ein Glück schafft uns der Cisco Smart Software Manager Abhilfe *g*…

Das war’s dann auch „schon“. Der Kurs ist vorbei, fünf Tage sind nun vorbei. Bin ich schlauer geworden? – Ja. Auch wenn mir viel bekannt war, da es mein alltägliches Brot ist, jedoch gibt es immer wieder Einzelheiten, die mir noch nicht bewusst waren. Gewisse Themen waren für mich auch komplett neu und daher sehr informativ. Dank der Discoveries und der Labs, konnte man das gewonnene Wissen auch direkt praktisch umsetzen, was mir sehr gut gefallen hat. Der ganze Kurs hat sich nun auf 494 Folien beschränkt und das in der kurzen Zeit, der Kopf qualmt durch den ganzen Stoff.

Eine letzte Sache muss ich noch erwähnen. Nachdem man den Kurs abgeschlossen hat, bekommt man nicht automatisch sein Teilnehmerzertifikat, sondern muss einen Fragebogen ausfüllen. Das ist kein Scherz, sondern wirklich ernst gemeint. Cisco will immer ein Feedback haben, wie ihre Dokumentationen, Kurse oder Produkte einen gefallen haben. Vorher gibt es kein Zertifikat. Frech oder? Man wird gezwungen etwas auszufüllen, damit du dein hart verdientes Zertifikat endlich erhälst… und das auch erst fünf Tage später via Email von Cisco.

Somit ist die Artikelserie abgeschlossen.

 

over & out,

jonsch

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