CCNAX #1: Der erste Schulungstag

Aufgrund einer beruflichen Weiterentwicklung bekam ich die Möglichkeit eine Fortbildung meiner Wahl anzutreten. Da ich schon eine ganze Weile vor hatte, mich endlich für den CCNA in Routing & Switching zu zertifizieren, nahm ich die Gelegenheit wahr und entschied mich für einen einwöchigen Kurs bei Fast Lane.

Der CCNA ist in zwei Modulen mit der Bezeichnung ICND1 und ICND2 unterteilt und für beide dieser Teile, wird in der Regel auch jeweils eine Prüfung abgelegt. Allerdings gibt es seit ein paar Jahren die Möglichkeit, den CCNA, mit seinen zwei Modulen, auch in einen einzigen zusammengefassten Kurs zu besuchen. Dieser schimpft sich Interconnecting Cisco Network Devices: Accelerated (CCNAX).

Ok gut, so viel zu den Randinformationen des Kurses und dessen Aufbau. Also machte ich mich am Montag den 12.11.18 um halb neun mit meinem Auto auf den Weg nach Eschborn. Natürlich war mir von Anfang an bewusst, dass die Hin- und Rückfahrt jeden Tag eine reine Torture werden, also stellte ich mich schon auf eine geballte Masse an Stau ein. Nach eineinhalb Stunden kam ich dann bei Fast Lane an und bekam eine kurze Einweisung in die Räumlichkeiten vor Ort.

Tobago. So der Name des Kursraumes, in dem sich meine drei anderen Mitbestreiter und unser Introducer die nächsten fünf Tage aufhalten werden. Nach einer kurzen Einführung zu den Inhalten und des Ablaufes des CCNAX, kamen wir zu einer kurzen Vorstellunsgrunde.

Nach einer ausführlichen „Course Introduction“ in der es eigentliche nur um den Aufbau der Themen und deren dazugehörigen „Discovery“ und „Labs“ ging. Als erstes wird ein Thema erklärt, danach gibt es anhand einer so genannten „Discovery“ eine praktische Umsetzung mit Erklärung der einzelnen Handlungsschritten. Danach kann man dann in vorkonfigurierten „Labs“ anhand eines Szenarios selbst das Netzwerk und dessen Geräte konfigurieren.

Der erste große Reiter nannte sich „Building a Simple Network“ in dem es erst einmal um grundlegendes Verständnis ging. Sprich wie funktioniert ein Switch, welche Informationen werden benötigt und was ist überhaupt dieses LAN. Danach wurde ausführlich über Aufbau von Frames, TCP/IP und und Basiskonfiguration von Switch und Router.

Dicht gefolgt vom Thema Subnetting. Ich persönlich bin kein Fan davon mir Subnetting erklären zu lassen, da es gefühlt hundert verschiedene Arten zur Berechnung und Adressierung gibt. Jeder hat mit der Zeit seine eigene Technik entwickelt um Subnetting zu betreiben und somit war ich eher negativ auf das Thema gestimmt. Allerdings wurde ich eines besseren belehrt, als es darum ging, ohne großen Aufwand und Berechnungen, die einzelnen Ergebnisse zu erzielen. Es gibt wesentlich vier kurze „Formeln/Tabellen“ die absolut ausreichend sind um sämtliche Aufgaben innerhalb von Sekunden zu lösen.

Als Letztes wurden ACL‘s und statisches Routing besprochen. Die Labs sind dafür sehr hilfreich und man kann schnell die Theorie praktisch umsetzen. Natürlich sind die meisten Dinge einem geläufig und nicht gerade etwas neues, allerdings bekommt man nochmal eine andere Sicht auf die einzelnen Techniken und deren Administration. Außerdem gibt es zu jedem einzelnen Thema auch eine extra Troubleshooting Erklärung. Theoretisch und praktisch werden somit die einzelnen Schritte bei einer Problemlösung durchgegangen und später darf man sich dann selbst praktisch an einem Troubleshoot beweisen.

Zeitmanagement ist eine der wichtigsten Sachen bei der anstehenden CCNA Prüfung. Insgesamt hat man zwei Stunden Zeit für sechzig Fragen, welcher ein Mix aus Single-Choice, Multiple-Choice und Interaktiven Aufgaben sein können. Also im Durchschnitt gerade mal zwei Minuten pro Aufgabe, wovon nochmal eine Minute zum Lesen und Übersetzen von Englisch auf Deutsch draufgehen. Leistungsdruck zum Spüren, wenn man dann noch eine Grenze von 80-85% richtig beantworten muss, lässt das einen schon mal nicht als so kalt.

Das war es dann auch schon von Tag #1.

 

over & out,

jonsch

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